Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e. V.

Wer die Vergangenheit kennt, ist für die Zukunft gewappnet.

 
        

Auf dieser Seite veröffentlichen wir Termine von Veranstaltungen, die (nicht nur) für historisch Interessierte aus Bensheim und Umgebung interessant sein könnten. Wir freuen uns, wenn Sie auch auf unseren anderen Seiten stöbern. Die Bilder sind in der Regel verlinkt, falls Sie diese anklicken, erhalten Sie zusätzliche Informationen.



Wir beteiligten uns mit drei Veranstaltungen an dem Netzwerk um die Ausstellung:    Noch bis zum 14. Mai in Lorsch: Legalisierter Raub. Ausstellung über die Ausplünderung der Juden.                                                           Zuerst gab es Diskriminierungen, dann Ausplünderung und Vertreibung oder Mord. Den legalisierten Raub oder die Arisierungen, wie es die Nationalsozialisten nannten, gab es auch in unserer Region. "Entjudung" sagten sie auch dazu.                                          Wir beteiligten uns mit drei Veranstaltungen an dem Netzwerk um die Ausstellung            "Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945 ".

Toravorhang Lorsch Ausstellung Legalisierter Raub
Lorscher Toravorhang (Replik) - zu sehen in der Ausstellung in Lorsch

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks mit Unterstützung der Sparkassen Kulurstiftung Hessen-Thürungen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst im Museumszentrum Lorsch, Nibelungenstr. 35.                   Schirmherr ist Christian Engelhardt, Landrat im Kreis Bergstraße.                                                        Unsere Beiträge:                                                      -  25. März 2017:  Jiddische Geschichten und Klezmer mit Revital Herzog  (s.u.)

- 19. April 2017:  Die Bensheimer Bankiersfamilie Bauer   ( Gemeinsam mit dem    Synagogenverein Auerbach und dem Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge. - s.u.)

- 22. April 2017: Stadtrundgang auf den Spuren  des  Naziterrors, aber auch des   Widerstands.  (s.u.)                                                                                                                                                                                                                                            Einen Eindruck vermitteln auch ausgewählte                                                                        Bilder zur Ausstellung:  BILDER..........

                                                                          

Begleitprogramm und weitere Informationen:                                                              Das Gesamtprogramm vom 5.02.-16.05.2017 finden Sie hier... (pdf)

Heimat- und Kulturverein Lorsch

Öffnungszeiten:  Dienstag - Sonntag  10-17 Uhr, Eintritt frei                                          Anmelde- und Informationstelefon:
06251 707 99 28   -  Gruppenführung 50 €                                                                                                                                                                                                            Siehe auch:  Die Ausstellung zieht Kreise      ECHO online vom 28.11.2016            ODER:  "Legalisierter Raub" mit neuen Funden aus Lorsch   BA vom 4.02.2017                  ODER: "Das Beschweigen war kein Lorscher Phänomen"     BZ vom 29.03.2017                                             

     

Veranstaltungen in Bensheim und Umgebung:  

 


Freitag, 5. Mai, 9.30 Uhr:                 Erklärende Zusatzschilder zu den Straßen-schildern Jakob-Kindinger-Straße/Fritz-Bockius-Straße werden angebracht. (s.o.) Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger

Sonntag, 7. Mai, 11.00 Uhr:   "Muckensturm. Ein Jahr im Leben einer kleinen Stadt". Vortrag und Lesung mit Harald Jost und Birgit Meurer.              Martin-Buber-Haus, Werlestr. 2              Siehe auch Hessischer Rundfunk

Sonntag, 7. Mai, 14.00 Uhr:                   Was nach 1945 geblieben ist: Das jüdische Erbe Heppenheims. Eine Führung von Prof.Dr.Karl Härter. Treffpunkt: Martin-Buber-Haus, Graben 15.                        Siehe auch Hessischer Rundfunk

Dienstag, 16. Mai, 19.30 Uhr:                  "Die Affäre Klimt". Filmvorführung und Diskussion mit Birgit Geimer und Birgit Meurer. Foyer im Haus der Kirche, Ludwigstraße 13, Heppenheim.              Siehe auch Hessischer Rundfunk 

5. Mai 2017: Erklärungen für Straßenschilder wurden angebracht  

Jakob Kindinger Straße, Fritz Bockius Straße
Anbringung erklärender Tafeln. (Bild TG)

Am 5. Mai 2017  wurden Zusatzschilder an die Straßenschilder der Fritz-Bockius-Straße und der Jakob-Kindinger-Straße angebracht. Sie erklären, weshalb die beiden Männer, die Widerstand gegen die Nazis geleistet haben, eine Straßenbenennung verdient haben. Dabei war auch eine Schülergruppe der Geschwister-Scholl-Schule. Finanziert werden die Zusatztafeln von uns. Siehe BA vom 15.05.17:  Zeitgeschichte sichtbar machen

Jakob-Kindinger-Straße, Fritz-Bockius-Straße
Schüler der Geschwister-Scholl-Schule mit Franz-Josef Schäfer, Gerd Helbling, Peter Kalb (5.05.17, Bild TG)


22. April 2017: Antifaschistischer Stadtgang

antifaschistischer Stadtrundgang Bensheim
Gerd Helbling beschreibt, wo die ehemalige Synagoge stand. (Bild TG)

Thomas Graubner und Gerd Helbling führten in einem zweistündigen Rundgang eine Gruppe von 20 sehr interessierten Personen. Begonnen wurde am Gräberfeld für Opfer des 2. Weltkriegs auf dem Friedhof Mitte; beendet wurde die Führung am Standort der ehemaligen Synagoge am Bendheimplatz in der Nibelungenstraße.                                                                                                                 Zum Inhalt des Stadtgangs


19. April 2017: Die jüdische Bankiersfamilie Bauer in Bensheim:                                                        

jüdische Bensheimer Familie Bauer
Dr. Fritz Kilthau in der ehemaligen Synagoge Auerbach. (Bild: TG)

Bildvortrag von Dr. Fritz Kilthau:                      Julius Bauer wurde 1938 nach Buchenwald verschleppt und starb dort unter ungeklärten Umständen.  20.000 Reichsmark musste Hedwig Bauer für die sogenannte Judenvermögensabgabe bezahlen. Das restliche Vermögen wurde gesperrt und Möbel sowie Haushaltsgegenstände von den Nationalsozialisten zugunsten der öffentlichen Hand versteigert. Am 15. Februar 1939 nahm sich Hedwig Bauer das Leben. Die beiden Töchter konnten sich in die USA retten.         (Eine Veranstaltung gemeinsam mit dem Arbeitskreis Synagoge Zwingenberg und dem Auerbacher Synagogenverein.)                                                                                                                                           Zum Inhalt des Vortrages                             ODER: Bericht im BA vom 21.04.2017

25. März 2017: Revital Herzog in der ehemaligen Synagoge Auerbach:   

Revital Herzog Bensheim
Revital Herzog beim Erzählkonzert (Bild TG)

Konzert zum Gedenken an die Kirchbergmorde:                                                                                        " Nur ein paar Minuten hingegen brauchte Revital Herzog, um ihre Zuhörer mit ihrer markanten Stimme, ihrem ungekünstelten Wesen, ihrem jiddischen Humor und ihrer gefühlvollen Klezmer-Musik einzufangen und in eine fremde Welt zu entführen. "                                        Botschafterin der Völkerverständigung                       (BA vom 25.03.2017)



Neue Broschüre über die Erschießungen junger Soldaten am alten Wasserwerk in Bensheim              am 23. März 1945

Erschießungen Wasserwerk Bensheim

Dr. Fritz Kilthau hat 2017 in einer neuen Broschüre noch genauere und mehr Hintergrundinformationen zu den Morden des " Fliegenden Standgerichts " Helm in Bensheim gegen Ende des 2. Weltkrieges veröffentlicht.  Er beschreibt das Wüten der so genannten Standgerichte und geht auch der Frage nach, wie nach dem Krieg mit den Tätern umgegangen wurde.                                                             Herausgeber ist der Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge



                                                          mehr Infos


17. November 2016: Erinnerung an Jakob Kindinger mit Zeitzeugen

Am Donnerstag, 17.11.2016, fand eine öffentliche Jahreshauptversammlung unserer Geschichtswerkstatt statt.  Zuerst beschäftigten wir uns anlässlich des 30. Todestages von Jakob Kindinger mit dessen Lebenslauf. Mit Bildern, Erzählungen und anderen Informationen wurde das Leben von Jakob Kindinger in Erinnerung gerufen. Der 82-jährige Zeitzeuge Klaus Eskuche, der J. Kindinger aus seiner Zeit als aktiver Gewerkschafter gut kannte, erzählte von verschiedenen Begegnungen. Peter Lotz und Franz-Josef Schäfer, die mit ihren Schülern eine Biografie erarbeitet haben, vervollständigten das Bild.  Anschließend fand die nichtöffentliche Versammlung mit den "Formalien" statt.                                                Siehe auch Leben und Wirken im Widerstand      BA vom 25.11.2016

   

10. November 2016: Gedenkfeier und Veranstaltung: Über das langlebigste Vorurteil der Geschichte 

Wolfgang Benz
W. Benz auf einer Konferenz der Bundeszentrale für politische Bildung. (Bild als LINK)

Zur Erinnerung an die Synagogenzerstörung in Bensheim veranstalteten wir in Zusammen-arbeit mit der Stadt Bensheim auch in diesem Jahr am Standort der ehemaligen Synagoge eine Gedenkfeier. Diesmal konnte der Historiker Wolfgang Benz als Redner gewonnen werden.                                         Wolfgang Benz (Jg. 1941) leitete bis 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin.        Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie auf ECHO online vom 12.11.16:                             Aus der Geschichte nicht genug gelernt                                 Zu den Bildern dazu ...


21.Oktober 2016:  

Stolpersteinverlegung in Bensheim, Rodensteinstraße 106. SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums Bensheim haben über die Familie Oppenheimer recherchiert:

Mrs.Barbara Hicken, Mini Oppenheimer Tochter
Mrs. Barbara Hicken, Tochter von Mini Oppenheimer in der Mitte; Empfang der Stadt Bensheim, rechts der verantwortliche Lehrer, Florian Schreiber. (Bild 20.10.16 TG) - Bild als LINK zum BA vom 21.10.16

 

 

Stolperstein Oppenheimer Bensheim
Stolpersteinverlegung am 21.10.16. Links Mrs. Barbara Hicken, in der Mitte Peter Kalb, rechts hinten berichten Schüler über das Schicksal der Familie Oppenheimer. Rechts vorne Gunter Demnik. (Bild Doris Sterzelmaier) Bild als LINK zum BA vom 24.10.16


September 2016: "Völkisch" ist ein belasteter Begriff

"Umvolkung", "Volksverräter" oder "Lügenpresse" :  Begriffe aus der Nazizeit werden wieder öffentlich benutzt. Wir unterstützen die Stellungnahme der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen                                     weiter zur Stellungnahme...


18. März 2016: Classic meets Jazz                                     Ein Konzert-Abend zur Erinnerung an den 71. Jahrestag der  Kirchbergmorde

Aaron Weiss und Sunny Franz Synagoge Auerbach
Aaron Weiss/Sunny Franz am 18.03.2016 in Auerbach

An diesen Mord erinnerte die Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e.V.  diesmal mit einem sehr gut besuchten Konzert in der ehemaligen Synagoge in Bensheim-Auerbach. Mitveranstalter war wieder der Auerbacher Synagogenverein.   

Bei der Reise durch die verschiedenen Epochen der Filmmusik erläuterte Aaron Weiss (Piano) jedes Stück.                                                              Aaron Weiss: „Mit unserer Musik versuchen wir eine Brücke zwischen klassischer Filmmusik und dem Jazz zu schlagen. Wir arrangieren alle Stücke selbst und bearbeiten diese nach unserer Vorstellung“.  Er und Sunny Franz (Violine) spielten auch schon  in Bensheim bei der Gedenkfeier zur Pogromnacht 1938 im letzten Jahr.  

 Die ZUGABE von Aaron Weiss und Sunny Franz ist trotz technischer Mängel durchaus hörens- und sehenswert:   Gute Laune gehört auch dazu.                                         Zugabe anschauen          

Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar 2016 und 2017: 

Auschwitz-Gedenktag Bensheim: Peter Kalb
Peter Kalb war einer von mehreren Rednern (Bild: Doris Sterzelmaier)

Der Kreisverband Bergstraße der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte anlässlich des Tags zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus zu einer Gedenkveranstaltung am Stolperstein-Mahnmal  eingeladen.   

 

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 Vor 21 Jahren: Vereinsgründung

Aber uns gibt es schon insgesamt 40 Jahre: Im Jahr 1996 wandelten wir allerdings   den 1976/77 gebildeten Arbeitskreis "Gewerkschafter gegen Faschismus"  in einen eingetragenen Verein um.

Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger gegründet
Am 14. Juni 1996 wurde die Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger als gemeinnütziger Verein gegründet. (BA vom 17.06. 1996)


 Auf dieser Seite veröffentlichen wir Termine von Veranstaltungen, die (nicht nur) für historisch Interessierte aus Bensheim und Umgebung interessant sein könnten.               Zuletzt bearbeitet am 8. Mail 2017.

Viele interessante Veranstaltungen in unserer Region werden unter kaluach.de angekündigt