Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e. V.

Wer die Vergangenheit kennt, ist für die Zukunft gewappnet.

 
        

Auf dieser Seite veröffentlichen wir Termine von Veranstaltungen, die (nicht nur) für historisch Interessierte aus Bensheim und Umgebung interessant sein könnten. Wir freuen uns, wenn Sie auch auf unseren anderen Seiten stöbern. Die Bilder sind in der Regel verlinkt, falls Sie diese anklicken, erhalten Sie zusätzliche Informationen. 


Freitag, 23.März 2018, 19 Uhr: Theaterstück zur Erinnerung an die Kirchbergmorde:  " Zigeuner-Boxer "

Das Stück erzählt eine wahre Geschichte: Die Handlung ist angelehnt an das Schicksal von Johann Wilhelm Trollmann (=Ruki), geboren 1907, dem trotz seines Ausnahmetalents aus rassistischen Gründen der sportliche Erfolg genommen wurde. Im Konzentrationslager endete 1944 sein Leben. Das Ein-Mann-Theaterstück von Rike Reiniger wurde inszeniert von Annette Dorothea Weber, es spielt Folkert Dücker, Musik Mike Rausch.

In Berlin und ganz Deutschland zog Rukis Boxstil die Massen an. Doch der erstarkende Nationalsozialismus machte es ihm zunehmend unmöglich zu boxen: Zu den Olympischen Spielen durfte er schon nicht fahren. Der Gipfel des Unrechts war dann schließlich einige Jahre später, dass ihm der Titel als Deutscher Meister im Halbschwergewicht aberkannt wurde und das, obwohl er nach Punkten gewonnen hatte.                                                Siehe auch:  Das Schicksal eines Unbeugsamen     (BA vom 26.03.2018)                             ODER: BA vom 14.03.2018: Das Schicksal des Zigeuner-Boxers                                                                                     


Samstag, 27. Januar 2018: Auschwitz-Gedenktag:                Der Kreisverband Bergstraße der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft  (GEW) führte wieder zum Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eine Gedenkveranstaltung am  "Stolperstein-Mahnmal" durch. (Direkt neben dem Bürgerbüro der Stadt Bensheim.)                                           Siehe BA vom 29.01.2017:  Bergsträßer gedenken Holocaust-Opfer

10.11.2017, 18.00 Uhr: Gedenkfeier am Standort der ehemaligen Synagoge in Bensheim, Nibelungenstraße

Bei der Gedenkveranstaltung zum Pogrom 1938 begrüßte Bürgermeister Rolf Richter die Versammelten, Peter E. Kalb vom Vorstand der Geschichtwerkstatt Jakob Kindinger e.V. gab eine kurze Einführung, die Gedenkrede hielt Gerd Helbling, Ehrenvorsitzender der Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e. V. und vor 40 Jahren Mitinitiator der Gedenkveranstaltung. Die musikalische Umrahmung übernahm Peter Kühn.                                Gegen das Vergessen und Verdrängen    (BA vom 13.11.2017)                                                       

13.11.2017, 19.30 Uhr: Die Zeitzeugin Edith Erbrich spricht im Museum der Stadt Bensheim (Marktplatz) über ihre Lebensgeschichte:

Edith Erbrich wurde 1937 als damals sogenanntes Mischlingskind im Frankfurter Ostend geboren. Sie hatte einen jüdischen Vater und eine christliche Mutter. Deshalb musste sie in der NS-Zeit einen Davidstern tragen. Sie durfte keine Schule besuchen. Am 14. Februar 1945, sechs Wochen bevor die Amerikaner in Frankfurt/Main einrückten, wurde sie in das KZ Theresienstadt transportiert. Theresienstadt war so etwas wie eine Wartehalle des Todes. 44 000 Menschen kamen von dort in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dieser Weg war auch für Edith Erbrich vorgesehen. Sie sollte nach den Unterlagen am 9. Mai 1945 vom KZ Theresienstadt ins Todeslager Auschwitz-Birkenau zur Vergasung gebracht werden. Aber am 8. Mai 1945 wurde sie von der Roten Armee in Theresienstadt befreit.

In dem Buch von Peter Holle wird ihre Biografie erzählt. Es war das Jahr 2012, in dem sie zum ersten Mal nach Auschwitz reiste – zu dem Ort, an dem sie ermordet werden sollte. In einem Zeitungsartikel erklärte sie: “Lange habe ich mit mir gerungen, den Ort anzusehen, an dem ich vergast werden sollte.“ Sie hat sich der Aufgabe verschrieben, möglichst vielen Jugendlichen über ihre Zeit im Nazi-Deutschland zu berichten.                                                                                                                 Siehe auch BA vom 15.112017:  Als Kind im Wartezimmer des Todes                                                                                                                              

                                                                                                                                    Wir beteiligten uns mit drei Veranstaltungen an dem Netzwerk um die Ausstellung:                 5.02.-16.05.2017: Legalisierter Raub 

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks mit Unterstützung der Sparkassen Kulurstiftung Hessen-Thürungen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst im Museumszentrum Lorsch, Nibelungenstr. 35.                 Unsere Beiträge:                                                      -  25. März 2017:  Jiddische Geschichten und Klezmer mit Revital Herzog  (s.u.)

- 19. April 2017:  Die Bensheimer Bankiersfamilie Bauer   ( Gemeinsam mit dem    Synagogenverein Auerbach und dem Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge. - s.u.)

- 22. April 2017: Stadtrundgang auf den Spuren  des  Naziterrors, aber auch des   Widerstands.  (s.u.)                                                                                                                                                                                                                                            Einen Eindruck vermitteln auch ausgewählte                                                                        Bilder zur Ausstellung:  BILDER..........

                                                                          

Begleitprogramm und weitere Informationen:                                                              Das Gesamtprogramm vom 5.02.-16.05.2017 finden Sie hier... (pdf)

Heimat- und Kulturverein Lorsch

Siehe auch:  Die Ausstellung zieht Kreise      ECHO online vom 28.11.2016            ODER:  "Legalisierter Raub" mit neuen Funden aus Lorsch   BA vom 4.02.2017                  ODER: "Das Beschweigen war kein Lorscher Phänomen"     BZ vom 29.03.2017                                             

     

Veranstaltungen in Bensheim und Umgebung:  

 







5. Mai 2017: Erklärungen für Straßenschilder wurden angebracht  

Am 5. Mai 2017  wurden Zusatzschilder an die Straßenschilder der Fritz-Bockius-Straße und der Jakob-Kindinger-Straße angebracht. Sie erklären, weshalb die beiden Männer, die Widerstand gegen die Nazis geleistet haben, eine Straßenbenennung verdient haben. Dabei war auch eine Schülergruppe der Geschwister-Scholl-Schule. Finanziert werden die Zusatztafeln von uns. Siehe BA vom 15.05.17:  Zeitgeschichte sichtbar machen


22. April 2017: Antifaschistischer Stadtgang

Thomas Graubner und Gerd Helbling führten in einem zweistündigen Rundgang eine Gruppe von 20 sehr interessierten Personen. Begonnen wurde am Gräberfeld für Opfer des 2. Weltkriegs auf dem Friedhof Mitte; beendet wurde die Führung am Standort der ehemaligen Synagoge am Bendheimplatz in der Nibelungenstraße.                                                                                                                 Zum Inhalt des Stadtgangs


19. April 2017: Die jüdische Bankiersfamilie Bauer in Bensheim:                                                        

Bildvortrag von Dr. Fritz Kilthau:                      Julius Bauer wurde 1938 nach Buchenwald verschleppt und starb dort unter ungeklärten Umständen.  20.000 Reichsmark musste Hedwig Bauer für die sogenannte Judenvermögensabgabe bezahlen. Das restliche Vermögen wurde gesperrt und Möbel sowie Haushaltsgegenstände von den Nationalsozialisten zugunsten der öffentlichen Hand versteigert. Am 15. Februar 1939 nahm sich Hedwig Bauer das Leben. Die beiden Töchter konnten sich in die USA retten.         (Eine Veranstaltung gemeinsam mit dem Arbeitskreis Synagoge Zwingenberg und dem Auerbacher Synagogenverein.)                                                                                                                                           Zum Inhalt des Vortrages                             ODER: Bericht im BA vom 21.04.2017

25. März 2017: Revital Herzog in der ehemaligen Synagoge Auerbach:   

Konzert zum Gedenken an die Kirchbergmorde:                                                                                        " Nur ein paar Minuten hingegen brauchte Revital Herzog, um ihre Zuhörer mit ihrer markanten Stimme, ihrem ungekünstelten Wesen, ihrem jiddischen Humor und ihrer gefühlvollen Klezmer-Musik einzufangen und in eine fremde Welt zu entführen. "                                        Botschafterin der Völkerverständigung                       (BA vom 25.03.2017)



Neue Broschüre über die Erschießungen junger Soldaten am alten Wasserwerk in Bensheim              am 23. März 1945

Dr. Fritz Kilthau hat 2017 in einer neuen Broschüre noch genauere und mehr Hintergrundinformationen zu den Morden des " Fliegenden Standgerichts " Helm in Bensheim gegen Ende des 2. Weltkrieges veröffentlicht.  Er beschreibt das Wüten der so genannten Standgerichte und geht auch der Frage nach, wie nach dem Krieg mit den Tätern umgegangen wurde.                                                             Herausgeber ist der Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge



                                                          mehr Infos


17. November 2016: Erinnerung an Jakob Kindinger mit Zeitzeugen

Am Donnerstag, 17.11.2016, fand eine öffentliche Jahreshauptversammlung unserer Geschichtswerkstatt statt.  Zuerst beschäftigten wir uns anlässlich des 30. Todestages von Jakob Kindinger mit dessen Lebenslauf. Mit Bildern, Erzählungen und anderen Informationen wurde das Leben von Jakob Kindinger in Erinnerung gerufen. Der 82-jährige Zeitzeuge Klaus Eskuche, der J. Kindinger aus seiner Zeit als aktiver Gewerkschafter gut kannte, erzählte von verschiedenen Begegnungen. Peter Lotz und Franz-Josef Schäfer, die mit ihren Schülern eine Biografie erarbeitet haben, vervollständigten das Bild.  Anschließend fand die nichtöffentliche Versammlung mit den "Formalien" statt.                                                Siehe auch Leben und Wirken im Widerstand      BA vom 25.11.2016

   

10. November 2016: Gedenkfeier und Veranstaltung: Über das langlebigste Vorurteil der Geschichte 

Zur Erinnerung an die Synagogenzerstörung in Bensheim veranstalteten wir in Zusammen-arbeit mit der Stadt Bensheim auch in diesem Jahr am Standort der ehemaligen Synagoge eine Gedenkfeier. Diesmal konnte der Historiker Wolfgang Benz als Redner gewonnen werden.                                         Wolfgang Benz (Jg. 1941) leitete bis 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin.        Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie auf ECHO online vom 12.11.16:                             Aus der Geschichte nicht genug gelernt                                 Zu den Bildern dazu ...


21.Oktober 2016:  

Stolpersteinverlegung in Bensheim, Rodensteinstraße 106. SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums Bensheim haben über die Familie Oppenheimer recherchiert:

 

 


September 2016: "Völkisch" ist ein belasteter Begriff

"Umvolkung", "Volksverräter" oder "Lügenpresse" :  Begriffe aus der Nazizeit werden wieder öffentlich benutzt. Wir unterstützen die Stellungnahme der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen                                     weiter zur Stellungnahme...


18. März 2016: Classic meets Jazz                                     Ein Konzert-Abend zur Erinnerung an den 71. Jahrestag der  Kirchbergmorde

An diesen Mord erinnerte die Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e.V.  diesmal mit einem sehr gut besuchten Konzert in der ehemaligen Synagoge in Bensheim-Auerbach. Mitveranstalter war wieder der Auerbacher Synagogenverein.   

Bei der Reise durch die verschiedenen Epochen der Filmmusik erläuterte Aaron Weiss (Piano) jedes Stück.                                                              Aaron Weiss: „Mit unserer Musik versuchen wir eine Brücke zwischen klassischer Filmmusik und dem Jazz zu schlagen. Wir arrangieren alle Stücke selbst und bearbeiten diese nach unserer Vorstellung“.  Er und Sunny Franz (Violine) spielten auch schon  in Bensheim bei der Gedenkfeier zur Pogromnacht 1938 im letzten Jahr.  

 Die ZUGABE von Aaron Weiss und Sunny Franz ist trotz technischer Mängel durchaus hörens- und sehenswert:   Gute Laune gehört auch dazu.                                         Zugabe anschauen          

Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar 2016 und 2017: 

Der Kreisverband Bergstraße der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte anlässlich des Tags zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus zu einer Gedenkveranstaltung am Stolperstein-Mahnmal  eingeladen.   

 

                                                  mehr mit Bildern 

 

 Vor 21 Jahren: Vereinsgründung

Aber uns gibt es schon insgesamt 40 Jahre: Im Jahr 1996 wandelten wir allerdings   den 1976/77 gebildeten Arbeitskreis "Gewerkschafter gegen Faschismus"  in einen eingetragenen Verein um.


 Auf dieser Seite veröffentlichen wir Termine von Veranstaltungen, die (nicht nur) für historisch Interessierte aus Bensheim und Umgebung interessant sein könnten.               Zuletzt bearbeitet am 8.04.2018.

Viele interessante Veranstaltungen in unserer Region werden unter kaluach.de angekündigt